TOP Ö 3.2: Fl.st. 1407 Gemarkung Dürrbrunn - Anbau des bestehenden Zweifamilienwohnhauses mit Anbau Balkon für EG-Wohnung

Ausgangslage:

Planbereich nach § 30 BauGB – Bauen innerhalb des Geltungsbereichs des Bebauungsplans „Im Grund“

An der Nordseite des bestehenden Wohnhauses ist ein Anbau (KG + EG) mit Schleppdach geplant. Durch den Anbau wird die Wohnfläche vergrößert und ein Garagenstellplatz geschaffen.

 

Das Bauvorhaben steht folgenden Festsetzungen des Bebauungsplans entgegen.

-      Durch den Anbau werden die festgesetzten Baugrenzen überschritten.

-      Der Anbau wird mit einem Schleppdach ausgeführt. Festgesetzt sind Sattel- und Krüppelwalmdächer.

-      Die Neigung der Dächer muss beidseitig gleich sein und zwischen 45° und 52° betragen. Die Dachneigung des Anbaus mit 15° ist geringer und weicht von der Dachneigung des Hauptgebäudes ab.

-      Die Dacheindeckung hat mit naturroten Ziegeln zu erfolgen. Die Dacheindeckung des Anbaus soll der vorhandenen Dacheindeckung (rot/braun) des Hauptgebäudes angepasst werden.

-      Für Garagen sind Satteldächer oder abgeschleppte Dächer mit einer Dachneigung von max. 5° Differenz zum Wohngebäude zulässig. Die Dachneigung der Garage beträgt 15° und weicht somit von dieser Festsetzung ab.

-      Garagen müssen innerhalb der hierfür vorgesehenen Flächen errichtet werden. Die Garage ist außerhalb dieser Flächen geplant.

-      Vor Garagen ist in der Regel ein Stauraum von mind. 3,0 m zur öffentlichen Verkehrsfläche einzuhalten. In der Planung reduziert sich der Stauraum auf 2,50 m.

 

Der Bauherr hat die entsprechenden Befreiungen von den Festsetzungen des B-Plans beantragt sowie eine Abweichung von der Garagen- und Stellplatzverordnung beantragt.

 

Empfehlung der Verwaltung

Eine geringfügige Überschreitung der Baugrenzen wurde im Plangebiet bereits bei anderen Vorhaben genehmigt. Des Weiteren finden sich verschiedene Baukörper in der näheren Umgebung, welche von der festgesetzten Dachform als auch Dachneigung abweichen. Auch das bestehende Hauptgebäude wurde mit einer geringeren Dachneigung errichtet. Zudem handelt es sich bei dem Bauvorhaben um einen Anbau welcher dem Hauptgebäude klar untergeordnet ist. Es ist sinnvoll die Dacheindeckung des Anbaus dem Farbton des Hauptgebäudes anzupassen. Eine Beeinträchtigung des Ortsbildes ist durch das Bauvorhaben nicht zu befürchten. Die beantragten Befreiungen sind städtebaulich vertretbar. Die Grundzüge der Planung werden nicht berührt. Hinsichtlich des reduzierten Stauraums vor der Garage bestehen keine Bedenken.

 

Sachverhalt während des Sitzungsverlaufes:

Auf Grund des reduzierten Stauraumes vor der Garage wird darauf verwiesen, dass entweder kein Tor angebracht wird oder nur mit elektronischen Türöffner.

 

Beschluss:

Dem Bauen außerhalb der Baugrenzen, der abweichenden Dachform, Dachneigung und Farbe der Dacheindeckung sowie der Errichtung der Garage außerhalb der hierfür festgesetzten Flächen als auch der Reduzierung des Stauraums vor der Garage, die kein Tor oder nur mit elektronischen Türöffner betrieben wird, wird das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

 

 


Abstimmungsergebnis: 12 : 0